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Maike Rosenzweig - Hebamme
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4.Schwangerschaft und Panik vor der Geburt
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THEMA: 4.Schwangerschaft und Panik vor der Geburt
#16
4.Schwangerschaft und Panik vor der Geburt 01.09.2009 09:37  
Hallo Frau Rosenzweig,
kurz zu meiner Person, ich bin 30 Jahre alt und nun mit meinem 4. Kind schwanger! Meine 1. Geburt (mit einem Schmerzmittel, dass mir in den Po verabreicht wurde) dauerte (erste wirklich schmerzhafte Wehe die ich veratmen musste bis erster Schrei) etwa 4 Stunden! Wo die damalige Hebamme schon sagte, dass es SEHR schnell gewesen sei! Meine 2. Geburt (ohne Schmerzmittel und auch schon ein wenig "Eindruck hinterlassend) dauerte, vom allerersten ziehen bis zum Schrei, 4 stunden! Meine 3. Geburt war für mich sehr extrem! Ich hatte morgens um 4 uhr meine erste Wehe, direkt in einem Abstand von 3 Minuten, konnte kaum noch laufen und rief aus Angst einen Krankenwagen! (mein Mann war zwar da, musste aber erst unsere Kinder versorgen) Mein "Notruf" war etwa um 4:30Uhr gegen 4:50Uhr kam der RTW ich war um 5:10Uhr in der Klinik! Bei der Untersuchung war mein Muttermund bereits vollständig geöffnet und musste sofort in den Kreißsaal! Aufgrund der 2. Gebrut fragte ich nach Schmerzmittel, das abgelehnt wurde mit der Aussage: 1. können diese Mittel wehenhemmend wirken, 2. brauchen diese Mittel im Schnitt 20 Minuten bis sie wirken und die hätten wir nicht mehr! Fakt ist, dass meine Tochter um 5:33Uhr auf der Welt war, also nach 1 1/2 Stunden Wehen! (als mein Mann eintraf, war unsere Tochter bereits 10 Minuten alt) Die Hebamme im Kreißsaal sagte noch, das meine nächste Geburt eine Sturzgeburt werden wird! Nun, diese Geburt war SEHR schmerzhaft, was von der Hebamme begründet wurde mit: die Wehenzeit war zu kurz, es konnte sich alles nicht richtig dehnen! Ich hatte unter der Gebrut Presshemmungen bekommen, Panik und nun natürlich schon fast eine Phobie entwickelt! Meine jetztige Schwangerschaft ist auch nicht geplant gewesen aber nunmal entstanden! Jetzt bin ich natürlich am verzweifeln! In mir findet seit dem positiven Test ein Kampf statt! Normale Geburt oder Kaiserschnitt? Ich habe wirklich Panik! Panik vor den Schmerzen, vor erneuter Presshemmung und davor, dass ich wirklich eine Sturzgeburt erleiden könnte! Ich bin hin und her gerissen...... meine Frauenärztin sieht das alles sehr gelassen! Ich hätte noch Zeit und solle alles auf mich zu kommen lassen......... ich bin jetzt in der 32.SSW! Was würden Sie aus Ihrer Erfahrung raten? Meine Kinder kamen ALLE auf den Tag genau bei 39+0! Ich kann mich doch schlecht ab der 37. oder 38.SSW in ein Krankenhaus legen und abwarten, damit ich auch rechtzeitig dort bin und ein Schmerzmittel erhalten kann, da ich ja noch 3 Kinder zu Hause habe und meine Angehörigen gut 2 Stunden von mir weg wohnen (auch kein Urlaub nur für mich nehmen) und mein Mann arbeiten muss!? Frau Rosenzweig ich bin wirklich verzweifelt! Der Begriff Wunschkaiserschnitt, ist für mich einfach...... nun ja, ein Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen, würde mein Gewissen mehr beruhigen! (ich hoffe sie wissen wie oder was ich meine?!) Wie würden Sie das berurteilen? Würden sie eher zu einem Kaiserschnitt raten oder nicht? Oder, welche Möglichkeiten gibt es noch????

Ich danke Ihnen schonmal für Ihre Antwort!

LG
Sandra

Sorry für den langen Text!
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#17
Aw: 4.Schwangerschaft und Panik vor der Geburt 01.09.2009 21:04  
Hallo Sandra,

erst einmal zur Beruhigung: Ich kann Ihre Ängste verstehen und nachvollziehen. Auch wenn viele Frauen mit Geburtsverläufen von 12 Stunden und mehr nur davon träumen, so schnell zu entbinden wie Sie, die Schmerzen, die Sie beschreiben, lassen die Dauer in den Hintergrund rücken.

Wenn ich es richtig deute, dann haben Sie vor einer schmerzhaften nächsten Geburt Angst und gleichzeitig vor einem zu schnellen Geburtsverlauf, bei dem Sie es nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus schaffen. Außerdem scheint Ihnen die ungelöste Frage der Kinderbetreuung eine Last zu sein.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie die Situation angehen können.

Zunächst einmal wäre es hilfreich, Sie würden eine Hebamme finden, die wohnortnah ist und jederzeit schnell zur Stelle ist. Achten Sie dabei darauf, dass Sie ihr voll und ganz vertrauen und sich von ihr kompetent betreut fühlen. Vielleicht freunden Sie sich im Vorfeld sogar mit dem Gedanken an, dass die Geburt zu Hause statt findet. Das nimmt die Angst vor einer Eilgeburt vor Erreichen des Krankenhauses und erleichtert die Organisation. Geschwisterkinder können dann nämlich von Ihrem Mann betreut werden, oder "verschlafen" die Geburt, wenn sie nachts stattfindet. Ich selbst habe mein erstes Kind im Krankenhaus bekommen, die beiden weiteren daheim und ich würde jederzeit wieder eine Hausgeburt wählen. Die gewohnte Umgebung, die Sicherheit einer erfahrenen Hausgeburtshebamme, das wirkt sich so positiv auf die Geburt aus, dass auch Schmerzen deutlich leichter zu ertragen sind. Angst ist nämlich auch mit ein großer Faktor für Schmerzen. Und wenn Sie schon zu raschen Geburten neigen, dann ist das doch die beste Voraussetzung für eine Hausgeburt.

Falls eine Hausgeburt für Sie überhaupt nicht in Frage kommt, wäre auch denkbar, dass sie eine Beleghebamme suchen, die die Geburt im Kreissaal der Klink durchführt, aber auch bei Wehenbeginn sofort zu Ihnen nach Hause kommt und mit Ihnen zusammen ins Krankenhaus fährt. Ihr Mann hätte so Zeit, die Kinder unter zu bringen.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine kontrollierte Einleitung, die manche Kliniken unterstützen, gerade bei Frauen mit Ängsten und Panik. Frühzeitig vor Geburtsbeginn, zum Beispiel Ende der 38. Woche würde eine künstliche Einleitung der Geburt stattfinden und der Schwerpunkt auf eine rechtzeitige Schmerztherapie gelegt. Sprechen Sie doch einfach mit den Ärzten Ihres Kreissaals darüber.

Ein Wunschkaiserschnitt passt natürlich nicht zu den idealen Vorstellungen einer Hebamme, aber bei Abwägung des Risikos bzw. der Nachteile mit dem Nutzen kann es im Einzelfall eine Alternative zur Geburt sein. Ich würde Ihnen gerne eine schöne natürliche Geburt als positives Erlebnis wünschen, aber ein schmerz- und angstfreier Kaiserschnitt würde Ihnen in Ihrem Fall vielleicht helfen.

Zusammenfassend kann ich Ihnen also empfehlen, die Betreuung Ihrer Kinder so zuverlässig zu organisieren, dass Sie diese Sorge komplett los sind. Dann suchen Sie sich eine Hebamme, der Sie sich anvertrauen können, um die Ängste vor unvorhersehbaren Situationen zu überwinden. Und wenn sie bei all dem mit einem guten Gefühl zur Geburt starten, dann brauchen Sie die Schmerzen auch nicht mehr zu fürchten, denn die sind dann deutlich erträglicher.

Ich würde mich freuen, wenn Sie an dieser Stelle erzählen, wie Sie sich entschieden haben und wie Ihr Kind geboren wurde. Ich wünsche Ihnen natürlich viel Kraft für und Freude auf die Geburt!
Letzte Änderung: 01.09.2009 21:25 von Maike.
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