| Pränataldiagnostik |
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| Geschrieben von: Maike Rosenzweig |
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Unter dem Begriff Pränataldiagnostik werden die medizinischen Untersuchungen zusammengefasst, die während einer Schwangerschaft durchgeführt werden können, um eine mögliche Schädigung oder Erkrankung des ungeborenen Kinds zu erkennen. Zunächst ist es beruhigend, zu wissen, dass man einige Erkrankungen oder Behinderungen des Kindes bereits in der Schwangerschaft erkennen kann. Doch wie alles im Leben hat auch dieses Thema zwei Seiten. Es gibt bei der Pränataldiagnostik unterschiedliche Diagnosemöglichkeiten:
Werden bei der Pränataldiagnostik Erkrankungen oder Behinderungen des Kindes festgestellt, können diese in bestimmten Fällen noch während der Schwangerschaft therapiert werden. Dies gilt beispielsweise für den "offenen Rücken" (Spina bifida). Natürlich möchten manche Eltern auch einfach nur durch eine frühzeitige Diagnose die Möglichkeit haben, sich bereits vor der Geburt mit der Situation auseinander zu setzen. Ich erlebe allerdings auch immer wieder Frauen, die sich mit Hilfe der Pränataldiagnostik Gewissheit über die Gesundheit ihres Kindes verschaffen wollen. Das ist ein möglicher Ansatz der Herangehensweise, der jedoch bereits in der Fragestellung ein nicht gewolltes Ergebnis ausschließt und damit katastrophale Auswirkungen haben kann, wenn tatsächlich ein schwerwiegender Krankheitsbefund erhoben wird. Oft bricht für diese Frauen dann eine Welt zusammen. Deshalb rate ich dringend dazu, sich bereits vor der ersten Untersuchung Gedanken zum Ergebnis zu machen. Und hierzu gehört eben auch besonders die Frage:
Für manche Frauen ist ganz klar, dass sie im Falle einer Behinderung oder Erkrankung des ungeborenen Kindes sofort die Schwangerschaft beenden, doch was das in der Realität bedeutet, wie dies praktisch abläuft und welche Konflikte und Belastungen das mit sich bringen kann, wird oft nicht bedacht. Hier ist fachliche und psychologische Begleitung dringend erforderlich.
Hinsichtlich der Untersuchungsergebnisse gibt es noch den wichtigen Hinweis, dass manche Tests falsche Resultate liefern können. So wird beispielsweise dem sogenannten Triple-Test unterstellt, dass er manchmal falsch positive Ergebnisse liefert, also eine Behinderung feststellt, die tatsächlich nicht existiert. Bei invasiven Untersuchungen, wie der Amniozentese, besteht darüber hinaus die Gefahr, das Risiko für eine Fehlgeburt zu erhöhen.
Bevor Sie sich also für pränataldiagnostische Maßnahmen, welcher Art auch immer, entscheiden:
Einen sehr ergreifenden Film zu diesem Thema liefert die Hebamme und Filmemacherin Katja Baumgarten, die ihr eigenes Schicksal und den bewundernswerten Umgang mit einer erschütternden Diagnose in "Mein kleines Kind" sehr feinfühlig dokumentiert und bearbeitet hat. Auch Doris Stommel-Hesseler hat Ihre Gedanken, Gefühle und eigene Erfahrungen zum Thema zusammengefasst und hierzu ein Buch veröffentlicht: "In mir ist Freude", erhältlich beim Mabuse-Verlag oder Doris Verlag.
Quellen: [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Pränataldiagnostik
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. September 2009 um 08:16 Uhr |
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