| Milchstau & Co. |
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| Geschrieben von: Maike Rosenzweig | ||||||
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Milchstau ist eine häufige Komplikation während der Stillzeit. Mit den richtigen Maßnahmen brauchen Sie aber keine Angst davor zu haben. HintergrundSchon kurz nach der Geburt führt das Anlegen des Neugeborenen an die Brust zur Anregung der Milchproduktion. Diese regelt sich im weiteren Verlauf nach dem Bedarf an Milch, also dem Saugverhalten des Kindes (Quelle [1]). Je mehr es trinkt, um so mehr Milch wird produziert. Doch die Milchproduktion hinkt den Erfordernissen zunächst etwas hinterher. Muss der Säugling anfangs erst auf die voll in Gang kommende Milchproduktion warten (und eventuell sogar etwas hungern), kann diese dann anschließend so heftig ausfallen, dass sogar zu viel Milch produziert wird. Erst nach einigen Tagen oder Wochen haben sich Brust und Kind so aufeinander eingestellt, dass genau die Menge geliefert wird, die dem Saugverhalten entspricht. Und gerade in dieser Zeit der Regelungsanpassung kommt es häufig zum Milchstau. Ein zu viel an Milch in Kombination mit verlegten Milchgängen lässt die Brust schmerzhaft anschwellen. Manchmal bilden sich Knoten oder Verhärtungen, die sich auch entzünden und schlimmstenfalls zur sogenannten Mastitis führen können. Dieser Krankheitsverlauf muss dringend durch die Hebamme oder den Arzt begleitet werden. Aber schon durch den Milchstau alleine kommt es unter Umständen zu heftigen Symptomen wie schmerzhaften Brüsten, Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerz oder allgemeines Unwohlsein. Stress, Schlafmangel, Unsicherheit beim Stillen sind Faktoren, die den Prozess ungünstig beeinflussen. VorbeugungWichtig sind folgende Regeln, um einem Milchstau (bzw. einer Mastitis) vorzubeugen:
Das Kind kann übrigens trotz Milchstau oder Mastitis weiter trinken. Sollte es sogar, um die Milchproduktion in Gang zu halten, die Brust zu leeren und die Milchgänge gut zu spülen. Eine Gefährdung des Säuglings durch Bakterien aus Entzündungsherden ist nicht zu erwarten, dafür sorgen die antibakeriellen Bestandteile der Milch (Quelle [2]).
Nehmen Sie den Milchstau aber in jedem Fall ernst und lassen Sie sich von der erfahrenen Hebamme adäquat betreuen. Gut behandelt verschwinden die Symptome des Milchstaus recht schnell. Bei einer beginnenden oder ausgeprägten Mastitis helfen oft nur Medikamente, die Ihnen der Arzt verschreibt oder verabreicht. TherapieEin paar Tipps aus meiner Praxis und eigenen Erfahrung: Kühlung durch das "Salzteig-Patent-Rezept" (Eigene Erfindung)Halten Sie schon vor der Geburt genügend Kühlkompressen zuhause bereit, um bei Milchstau gleich Linderung zu schaffen. Die Kälte von außen drosselt die Milchproduktion und mindert Schmerzen. Oft sind die käuflichen Kompressen jedoch unhandlich, viel zu klein für die Brust und erwärmen sich durch das überhitzte Brustgewebe sehr schnell. Gerade bei größeren Brüsten eignet sich deshalb Salzteig, der nach klassischem Rezept hergestellt und in Frischhaltefolie gewickelt im Kühl- oder Gefrierschrank aufbewahrt wird. Stellen Sie davon schon vor der Geburt 4-5 Einzel-Portionen her, die sie abwechselnd zum Kühlen auf die Brust legen können. Besonders die Partner fühlen sich mit dieser Aufgabe auch aktiv einbezogen und können hilfreiche Unterstützung geben. Hier ein Rezeptvorschlag für klassischen Salzteig:
Kartoffeln wird auch die Wirkung der Entzündungshemmung nachgesagt, außerdem speichern sie gut Wärme bzw. Kälte. Sie können dem Salteig also auch einige zerstampfte Kartoffeln beifügen. Machen Sie die Größe der Portionen von der Größe der Brust abhängig und bedenken Sie, dass die Brüste durch den Milcheinschuss sehr viel an Volumen zunehmen können. Wenn Sie wollen, können Sie mit einer Ausstechform für Weihnachtsplätzchen eine Aussparung für die Brustwarzen schaffen, die durchs Stillen oft berührungsempfindlich sind und durch die Kühlauflage nicht unnötig belastet werden sollten. Benutzen Sie diese Kühlauflagen so, wie es ihrem persönlichen Empfinden nach am besten für Sie ist. Sobald die Kühlwirkung nachlässt, wird gegen eine neue Auflage aus Kühl- oder Eisschrank getauscht und die benutzte Auflage dort wieder deponiert. Durch den hohen Salzgehalt ist eine Keimbesiedelung des Teiges auch in längeren Verwendungs-Phasen eher nicht zu erwarten. Vorsichtshalber, und weil die Zutaten auch preislich sehr günstig sind, sollten Sie den Teig aber längstens 2-3 Tage verwenden und dann bei Bedarf neuen herstellen.
QuarkFür die Therapie des Milchstaus bzw. der Brustentzündung eignet sich aber auch klassischer Speisequark, den Sie großzügig auf der erhitzten Brust verteilen. Auch ihm wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt und auch er kühlt durch den hohen Wassergehalt nachhaltig und verschafft Ihnen dadurch Linderung der Symptome.
Retterspitz
Bromelain
Phytolacca
Falls Sie eine Eigenbehandlung durchführen möchten, egal mit welcher Therapieform, empfehle ich trotzdem dringend in jedem Fall die Kontaktaufnahme mit Ihrer Hebamme, da sie die nötige Erfahrung mitbringt, schwerwiegende Veränderungen der Brust und Probleme beim Stillen frühzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln. Quellen: [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Muttermilch#Regulierung_der_Milchproduktion [2] http://www.babycenter.de/baby/stillen/milchstau/
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 25. September 2009 um 08:39 Uhr |
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